Kolonkarzinom
Therapie
Operative Therapie
Primärtumor: Kurative oder palliative Entfernung auch mit ausgedehnten multiviszeralen Eingriffen. Bei Inoperabilität Erhalt der Darmpassage durch Umgehungs-Enterostomie. Resektion in kurativer Intention mit Entfernung der proximalen u. benachbarten Lk-Stationen entlang der Mesenterialgefäße. Auch hier schreitet die laparoskopische Chirurgie voran, insbes. durch „Fast-track-Konzepte“. Synchrone Adenome u. Polypen müssen in gleicher Sitzung reseziert werden.
Isolierte Lebermet. siehe regionale Tx
Lokalrezidiv: Resektion bei fehlender Met. in kurativer Zielsetzung, in der palliativen Situation zum Erhalt der Passage oder Verhinderung von Komplikationen.
Regionale Therapie isolierter Lebermetastasen ![]()
Peritonealkarzinose
Sie führt zu erheblichen Beschwerden mit Obstruktion und Aszites. Die komplette Peritonektomie, die topische hypertherme CTx (IPHC) und die systemische Hyperthermie ± CTx bei metastasierten kolorektalen Ka. sind umstritten, vor einer kritiklosen Anwendung muss dringend gewarnt werden.
Nachsorge
Anamnese, körperliche Untersuchung, Stomakontrolle, Us der Leber und Tumormarker (CEA), da die Chance eines kurativen Zweiteingriffes besteht. Bei unklarer CEA-Erhöhung: evtl. PET/CT zur Lokalisation des Rezidivs bzw. bei Nachweis isolierter Lebermet. Ausschluss extrahepatischer Filiae.
Endoskopie: Alle Pat. sollten innerhalb von 6 Monaten postoperativ eine komplette Koloskopie erhalten, eine 2. Untersuchung: nach 3 Jahren und anschließend alle 5 Jahre. Bei erneuten Polypen alle 1–2 Jahre.
Stadium |
|
Inzidenz |
5-J-ÜLR |
I |
T1 oder T2, N0 M0 |
15 % |
93 % |
IIa |
T3 N0 M0 |
30 % |
85 % |
IIb |
T4 N0 M0 |
6 % |
72 % |
IIIa |
T1 oder T2, N1 M0 |
2 % |
83 % |
IIIb |
T3 oder T4, N1 M0 |
17 % |
64 % |
IIIc |
jedes T, N2 M0 |
9 % |
44 % |
IV |
jedes T, jedes N, M1 |
22 % |
8 % |



