Impressum Bookmark Kontakt Sitemap
Solide Tumoren - Verdauungstrakt - Analkarzinom - Therapie & Nachsorge

Analkarzinom

Therapie

 

Therapiegrundsätze: Ziel der Behandlung ist eine möglichst hohe Heilungsrate unter Vermeidung der Kolostomie. Eine AIN G1 und G2 wird regelmäßiger Beobachtung unterzogen, eine AIN G3 lokal reseziert. Tx der Wahl des Anal-Ka. ist die RCTx mit dem Vorteil des Erhalts der natürlichen Analfunktion. Die Indikation zur abdominoperinealen Rektumexstirpation besteht nur bei fehlendem Ansprechen auf die RCTx und beim Rezidiv.

 

Operative Therapie: Die chirurgische Resektion des fortgeschrittenen Analkanal-Ka. führt immer zum Sphinkterverlust. Die alleinige lokale Exzision ist meist nicht ausreichend kurativ (30–54 % Rezidive) und verschlechtert oder beseitigt die Sphinkterfunktion.

 

Als Ausnahme ist eine reine Exzision vertretbar bei: a) kleinen oberflächlichen Tumoren mit geringer Malignität (T1 N0 G1) und unauffälliger Endosonografie ohne Sphinkterinvasion; b) In-situ- und mikroinvasiven Karzinomen. Aufgabe des Chirurgen ist allein die Probeexzision (und ggf. die Salvage-Op., s. u.).

 

Karzinome des Analrandes werden bei T1 N0 bis T2 N0 wie ein Hautkarzinom nur mit lokaler Exstirpation behandelt, die hier i. d. R. den Sphinkter nicht beeinträchtigt; bei R0-Resektion ist adjuvant nur RTx nötig. Fortgeschrittenere bzw. nicht in sano resezierte Karzinome werden analog dem Analkanal-Ka. mit RCTx (s. u.) behandelt.


 

Strahlentherapie

Chemotherapie


 

Nachsorge

 

Da eine Salvage-Rektumresektion  in ca. 50 % der Fälle kurativ ist, sollte eine regelmäßige Nachsorge alle 3 Mon. in den ersten 3 Jahren nach Tx zur Frühentdeckung eines Lokalrezidivs und von Lk-Met. stattfinden.


 

Prognose

 

Überlebenszeiten: Kolostomie-freie 5-J-ÜLR nach RCTx: 65–75 % (bei T1 ca. 100 %).

 

Prognosefaktoren: Tumorgröße (entscheidender Prognosefaktor), Lk-Befall, Ulzeration der perianalen Haut, Unterbrechung der perkutanen RTx.