Ewing-Sarkom
Klassifikation
Grundlagen: Die Familie der Ewing-Sarkome (ES) umfasst die ES des Knochens (60 %), die extraossären ES (STES = Soft Tissue ES) und die peripheren neuroektodermalen Tumoren (PNET). Alle ES sind als hochmaligne anzusehen. Beim PNET ist im Gegensatz zum ES eine neuroektodermale Differenzierung nachweisbar. Zur ES-Gruppe gehören auch atypisches ES, Askin-Tumor der Brustwand und peripheres Neuroepitheliom. Eine besondere Bedeutung in der Diagnostik spielt die Expression des MIC2-Gens, das für das Oberflächenprotein CD99 kodiert und immunhistochemisch nachgewiesen wird.
| TNM (in prospektiven Studien zur Zeit ohne Bedeutung) | |
T1 |
Tumor überschreitet Kortikalis nicht < 8 cm |
T2 |
Tumor infiltriert jenseits der Kortikalis > 8 cm |
T3 |
diskontinuierlicher Tumor eines Knochens (Skip-Metastasen) |
N0 |
keine regionären Lk-Metastasen |
N1 |
regionäre Lk-Metastasen |
M0 |
keine Fernmetastasen |
M1 |
Fernmetastasen (M1a Lungenmetastasen, M1b alle anderen Fernmetastasen) |
Grading: Jedes ES gilt per definitionem als G4-Tumor.
Stadien
Klinisch wird nur zwischen lokalisierter und primär bereits metastasierter Erkrankung (in 15–20 % der Fälle) unterschieden. Lk-Met. sind sehr selten. Fernmet. betreffen hauptsächlich Lungen und Skelett.



