Glioblastome
Klinik
Befallsmuster: Lokalisation zu 90 % in der Großhirnhemisphäre, 10 % Hirnstamm und N. opticus. Kleinhirn- und Rückenmarkbefall sind sehr selten. Maligne Gliome, bes. Glioblastome, sind durch ihr diffus infiltratives Wachstum in das umgebende Hirngewebe und genetische Instabilität großer Hirngewebsanteile gekennzeichnet. Eine extrakranielle Metastasierung hämatogen ist nahezu ausgeschlossen, Metastasierung über den Liquor ist selten. Die Tumorausbreitung bleibt meist auf ihren Entstehungsort und ihre unmittelbare Umgebung beschränkt (kleine Streuherde jenseits der Tumorgrenze in max. 2–3 cm Entfernung möglich). Multilokuläre Gliome können in < 10 % auftreten.
Diagnostik: Standarduntersuchung ist das MRT (CT in der Aussage deutl. eingeschränkt). In der Rezidivdiagnostik (Abgrenzung zur radiogenen Nekrose) sind 201Th-SPECT und FDG-PET bezüglich Sensitivität und Spezifität vergleichbar, ersteres aber wesentlich besser verfügbar und deutlich kostengünstiger. Jeder Befund sollte histologisch zumindest mittels stereotaktischer CT- oder MRT-gestützter Biopsie (hohe Treffsicherheit bei sehr geringer Komplikationsrate) gesichert werden. Die Liquoruntersuchung i. d. R. nicht indiziert. DD zum Abszess auch mittels diffusionsgewichteter MRT möglich (Abszess hell, Tumor dunkel).



