Kopf-Hals-Karzinome
Klinik
Symptomatik: Heiserkeit, Fremdkörper- oder Globusgefühl, Schluckstörungen, schmerzlose Schwellung der Hals-Lk (typisches Erstsymptom des Oro- u. Hypopharynx-Ka.!), Luftnot. Viele Pat. kommen erst in fortgeschr. Stadien zur Primärdiagnostik, da die prädisponierenden Faktoren Tabak-, Alkoholabusus und fehlende Mundhygiene mit erheblicher Indolenz verbunden sind.
Befallsmuster: Lokales Wachstum mit Invasion in die Umgebung einschl. der angrenzenden Gefäße, Nerven und Knochen. Lymphogene Ausbreitung in die primären Lk-Stationen des Halses. Fernmet. selten, erst in fortgeschr. Tumorstadien. Die Tumoren verteilen sich auf Mundhöhle (44 %), Larynx (31 %) und Pharynx (25 %). Überwiegend Plattenepithel-Ka., die sich aus prämalignen Dysplasien entwickeln und somit einer Frühdiagnose prinzipiell gut zugänglich wären.
Diagnostik: Inspektion, Palpation, HNO-Spiegeluntersuchung, Stroboskopie (empfindlichste Untersuchungsmethode zur Erfassung früher Infiltration glottischer Ka.), Panendoskopie mit Ösophago- und Bronchoskopie zum Ausschluss weiterer simultaner Karzinome der „Schluck-Rauch-Straße“, Us der Hals-Lk (sensitivste Untersuchungstechnik zum Ausschluss von Hals-Lk-Met.!), CT, MRT (überlegen: diffusionsgewichtete MRT); Tumormarker SCC: geringe Sensitivität (überflüssig).
In Einzelfällen kann ein FDG-PET-CT zur Met.-Suche hilfreich sein, vor allem zur Primärtumorsuche bei Hals-Lk-Met. und unauffindbarem Primärtumor (CUP).



