Kopf-Hals-Karzinome
Vorbemerkung
(Nasopharynx-Karzinom siehe hier)
Epidemiologie: Inzidenz für Tumoren der Mundhöhle und des Rachens (einschließlich Lippe, Zunge, Mundboden, Gaumen und Speicheldrüsen) bei Männern 17,4 und für Frauen 4,7; für die Tumoren des Kehlkopfes bei Männern 6,0 und bei Frauen 0,9 pro 100.000. Altersgipfel zwischen 55 und 65 Jahren [18].
Ätiologie: Bei den Tumoren des Larynx ist für eine Reihe beruflicher Expositionen ein Zusammenhang bekannt: Asbest, Nickel oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. In Deutschland besteht die Möglichkeit der Anerkennung des Larynx-Ka. als Berufskrankheit, wenn ein beruflicher Umgang mit Asbest bestanden hat. Eine Human-Papilloma-Virus-Ätiologie ist nachgewiesen. HPV kann epitheliale Zellen der Mundhöhle transformieren und immortalisieren. Das Oropharynx-Ka. ist am häufigsten von allen Kopf-Hals-Ka. mit HPV-16-Infektion assoziiert; sie kommt sowohl zusammen mit als auch ohne Tabak- und Alkoholabusus vor [20, 29].
Hauptrisikofaktoren: Hauptrisikofaktoren: Tabak- und Alkoholkonsum sowie unzureichende Mundhygiene. Raucher erkranken an bösartigen Neubildungen des Mundes und des Rachens bis zu 6-mal häufiger als Nichtraucher, Kombination von Alkoholkonsum und Rauchen verstärkt das Risiko.
Prävention: Wichtigste Präventivmaßnahme ist das Vermeiden der Noxen Tabakrauch und Alkohol. Hier sind bes. Vermeidungsstrategien schon im Kindes- und Jugendalter gefragt. Der Gesetzgeber hat den Nichtraucherschutz im Jahr 2007 deutlich erweitert. Ein Kontakt mit berufl. Noxen sollte durch Schutzmaßnahmen heute nach Mögl. ausgeschlossen sein.



