Prostatakarzinom
Therapie
Therapiegrundsätze: Bei den lokal begrenzten Ka. (pT1–2 N0 M0) steht die kurative Tx im Vordergrund. Hier konkurriert die radikale Prostatovesikulektomie mit der konformalen HD-RTx oder mit interstitieller Brachy-Tx. Das RTx-Ergebnis wird bei lokal fortgeschrittenen Tumoren wahrscheinlich durch den gleichzeitigen neoadjuvanten oder adjuvanten Einsatz der ablativen ETx bzgl. lokaler Kontrolle und Überleben verbessert. Zeitdauer der ETx mindestens 2 Jahre.
Beim älteren Pat. mit eingeschränkter Lebenserwartung oder Low-risk-Situation ist die Option „watchful waiting“ jeder anderen Tx vorzuziehen. Das PKa. im Senium hat häufig klinisch keine Bedeutung, die unten aufgeführten Tx-Empfehlungen gelten daher nicht für diese Gruppe.
Beim metastasierten PKa. ist die Erhaltung der Remission und damit der QoL durch hormonelle Manipulation die primäre Tx-Option. Bei kastrationsresistenten Tumoren ist bei Pat. in gutem AZ der Versuch einer CTx mit Docetaxel sinnvoll. Schmerzhafte Knochenmet. können lokal bestrahlt (Schmerzlinderung in 80 %!) oder systemisch mittels Radionuklid-Tx behandelt werden.
Prognose
Die Prognose des PKa. ist in erster Linie abhängig von Tumor-Grading/Gleason-Score, Stadium und PSA.
Nachsorge
Nach radikaler Prostatektomie: PSA-Kontolle, im 1. Jahr alle 3 Mon., 2. Jahr alle 3–6 Mon. (je nach Risiko-Score), dann alle 6 Mon. Rezidive sollten frühzeitig bei niedrigen PSA erkannt werden mit umgehender Einleitung der RTx (s. o.). Us alle 6 Mon. in den ersten 2 Jahren. Individuell je nach Beschwerdebild: Rö-Thorax, Szintigrafie (kein Routine-Knochenszintigramm).



