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Solide Tumoren - Geschlechtsorgane und Brust - Prostatakarzinom - Klinik & Diagnostik

Prostatakarzinom

Klinik

 

Symptomatik: Keine Frühsymptome, nur durch fachbezogene Vorsorgeuntersuchung kann dank verbesserter diagnostischer Möglichkeiten die Früherkennung sicherer erfolgen.

 

Der Großteil der Prostata-Ka. (PKa.) wird heute als Früh-Ka. (inzidentell oder mikroskopisch) festgestellt. Eine Vorhersage, welches PKa. klinisch relevant wird, ist allein anhand des histol. Gradings und der Höhe des PSA-Wertes nur mit Einschränkung möglich.

 

Symptome wie Blasenentleerungsstörung oder Knochenschmerzen sind Zeichen des fortgeschrittenen Tumorleidens.

 

Diagnostik: Als Screening eignet sich die Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) mit alters- und volumenspezifischen Normgrenzen (Blutentnahme vor der rektalen Palpation!). Zusammen mit der transrektalen Endosonografie und der gesteuerten Feinnadelbiopsie können Prostata-Ka. frühzeitig entdeckt werden.

 

Vorsorgeuntersuchung: Rektal-digitale Untersuchung (der größte Anteil der Tumore sitzt in der peripheren Zone und kann digital erfasst werden).

 

Screeninguntersuchungen nur in der Altersgruppe zwischen 50–70 Jahren (Lebenserwartung > 10 Jahre!), bei mögl. Risikofaktoren ab 45. Lebensjahr. Jährl. PSA-Bestimmung ist zu fordern; in der Vorsorgeuntersuchung nicht enthalten! Wenn rektale Untersuchung und transrektale Endosonografie unauffällig und PSA < 4 ng/ml: jährliche Kontrolle; PSA 4–10 ng/ml: Kontrolle nach 4–6 Wo., PSA erneut > 4 ng/ml: Biopsie erforderlich; PSA > 10 ng/ml Biopsie erforderlich. Empfehlung bei familiärer Belastung, Patientenalter < 60 Jahren: PSA 2,5–4 ng/ml: Biopsie. Neben dem PSA-Wert können u.a. PSA-Dichte, Verdopplungszeit und Untereinheiten bestimmt werden. Die Wertigkeit dieser Angaben wird unterschiedlich beurteilt. Bei auffälligem Tastbefund, auffälliger Us und erhöhtem PSA liegt zu 56–72 % ein Prostata-Ka. vor. Ist lediglich ein Parameter auffällig, liegt der positive Vorhersagewert zwischen 6 und 25 %.

 

Staging: Met. lymphogen in die regionären Lk-Gruppen (1. Lk-Station: Obturatoriusgruppe) und hämatogen vorwiegend in den Knochen (osteoplastische Met.); Knochenszintigrafie indiziert erst bei PSA > 10 ng/ml, Gleason-Score > 7 bzw. T3/4. Vor Op.: Ausscheidungsurografie (optional); Rö-Thorax (Lungenmet.); MRT-Becken (ggf. endorektale Spule) bei Gleason-Score > 7 bzw. T3/4 zur Bestimmung des T-Stadiums und dem Ausmaß der Lk-Met.