Ovarial- und Tubenkarzinome
Klinik
Symptomatik: Keine Frühsymptome; subjektive Beschwerden sind Zeichen eines fortgeschrittenen Tumors. Früh-Ka. (< 30 %) werden nur zufällig entdeckt, meist im Rahmen der Vorsorge und einem begleitenden vaginalen Us.
Befallsmuster: Entspr. den Met.-Wegen: I. d. R. intraabdomineller Befall: Tuben, Uterus und kontralat. Ovar, viszerales und parietales Peritoneum mit Omentum majus, iliakale und paraaortale Lk; Leber (intrahepatische Met.), Pleura. Andere extraabdom. Fernmet. (Lunge) sind seltener, Knochenmet. kommen bei epithelialen Ovarial-Ka. nur selten vor. Weitere Untersuchungen richten sich nach der Klinik.
Diagnostik: Gyn. Untersuchung, abdominaler/vaginaler Us, Rö-Thorax, ggf. CT/MRT des Abdomens. Labor mit Tumormarker: CA-125 bei epithelialen Tumoren, AFP und HCG bei Keimzelltumor. Pleurapunktion bei Erguss (DD: Stadium FIGO IV/Meigs-Syndrom). Fakultativ Gastroskopie (Krukenberg-Tumor).
Bei der Dignitätseinschätzung eines unklaren Adnexbefundes sind inzwischen Us-Scoring-Systeme beschrieben. Sie sind mit einer Sensitivität von 100 % und einer Spezifität von 95 % gut geeignet für die Unterscheidung zwischen benignen und malignen Raumforderungen im Bereich der Adnexe.
Definitive Diagnose ausschließlich histologisch. Bei hochgradigem Malignitätsverdacht ist die primäre Laparotomie indiziert, bei klinisch unklarer Dignität die diagnostische Laparoskopie.



