Ovarial- und Tubenkarzinome
Klassifikation
TNM (pTNM ist identisch mit FIGO – ausgenommen IIIC) |
FIGO |
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T1 |
begrenzt auf Ovarien |
I |
T1a |
ein Ovar, Kapsel intakt, Peritoneallavage negativ |
IA |
T1b |
beide Ovarien, Kapseln intakt, Peritoneallavage negativ |
IB |
T1c |
Tumor an der Oberfläche u/o maligner Aszites oder Peritoneallavage positiv |
IC |
T2 |
Ausbreitung im Becken |
II |
T2a |
Uterus, Tube(n), Peritoneallavage negativ |
IIA |
T2b |
andere Beckenorgane, Peritoneallavage negativ |
IIB |
T2c |
– und maligner Aszites oder Peritoneallavage positiv |
IIC |
T3 |
peritoneale Met. außerhalb des Beckens |
III |
T3a |
nur mikroskopisch |
IIIA (nur N0) |
T3b |
2 cm |
IIIB (nur N0) |
T3c |
≥ 2 cm |
IIIC |
N1 |
reg. Lk-Met. (> 10 Lk untersucht) |
IIIC |
M1 |
Fernmet.* |
IV |
*(Leberkapselmet. = T3, Leberparenchymmet. = M1) |
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Histologie
- Maligne epitheliale Tumoren (ca. 70 %)
serös, muzinös, endometrioid, klarzellig, undifferenziert oder „Brenner-Tumor“ - Maligne Keimstrang-/Stromatumoren (ca. 7 %)
Granulosazelltumor, Sertoli-Leydig-Zelltumor, Androblastom - Maligne Keimzelltumoren (ca. 15 %)
Dysgerminom, endoderm. Sinustumor, embryonales Ka., Chorion-Ka., malignes Teratom - Borderline-Tumoren
Kein invasives Wachstum, aber deutlich erhöhte Mitoserate (10–15 % aller epithelialen Tumoren des Ovars). Gelten als „Präkanzerose“ mit erhöhtem Risiko der Umwandlung (nicht obligat) in ein invasives Ka. „Absiedlungen“ intraperitoneal und nodal mögl., die nicht als Met., sondern als Ausdruck einer polyfokalen epithelialen Genese zu werten sind. Es handelt sich um Proliferationen, die vom Zölomepithel und somit nicht mehr von den Ovarien, sondern auch vom Peritoneum ausgehen können. Beim muzinösen Borderline-Tumor ist die Appendektomie zum Ausschluss einer primären Appendixneoplasie erforderlich. Die Entscheidung zwischen Ka. und Borderline-Tumor ist häufig sehr schwer zu treffen, hat aber eine erhebliche therapeutische Konsequenz. Spezialisierte histopathologische Zweitbegutachtung ist angeraten.



