Mammakarzinom
Therapie
Operative Verfahren beim Mammakarzinom ![]()
Medikamentöse Therapiestrategien ![]()
Palliative Therapie bei metastasiertem Mammakarzinom ![]()
Mammakarzinom in der Schwangerschaft ![]()
Nachsorge
Ziel der Nachsorge beim Mamma-Ka. ist die psychische Rehabilitation, Diagnose und Behandlung von NW der adjuvanten Tx und die Frühdiagnose potenziell kurabler Situationen wie eines lokoregionären Rezidivs oder Zweit-Ka. Die Nachsorge sollte engmaschig durch die Pat. (Selbstuntersuchung monatl.) und den Arzt (1.–3. Jahr: 3-monatl., 4.–5. Jahr: 6-monatl., danach jährlich) erfolgen. Auch bei asymptomatischen Pat. halb- bis jährliche Us der Mamma und jährliche Mammografie. Eine weitere routinemäßige apparative Nachsorge bei asymptomatischer Pat. und die Unsitte der Tumormarkerbestimmung können eine Fernmet. zwar früher nachweisen, verbessern nach derzeitiger Datenlage das OAS aber nicht. Beschwerdeorientierte Untersuchungen sind jedoch konsequent durchzuführen, da aus einem positiven Befund sofort eine therapeutische Konsequenz folgt.
Hormontherapie nach Mammakarzinom (HT)
Klimakterische, insbesondere vegetative Beschwerden können die QoL der Pat. erheblich beeinträchtigen, oftmals treten sie auch nach Absetzen einer HT nach der Diag-nosestellung des Mamma-Ka. auf. Die Indikation zur HT nach Mamma-Ka. ist generell streng zu stellen. Bei ER/PgR-negativen Tumoren erhöht sie das Rezidivrisiko wohl nicht, es bleibt jedoch die Gefahr eines häufigeren Zweitkarzinoms. Beim ER/PgR-positiven Mamma-Ka. werden heute fast immer Tamoxifen oder Aromatasehemmer eingesetzt, worunter die Beschwerden oft noch verstärkt auftreten. Für Pat. mit einem Mamma-Ka. ist eine HT nur nach Ausschöpfung von alternativen Behandlungsmöglichkeiten und nach strenger Indikationsstellung eine Option. Zunächst sollten bei milden vegetativen Symptomen Entspannungsübungen, Sport und gezielte Gymnastik versucht werden. Bei ausgeprägteren Beschwerden kommen je nach Symptomen nicht-hormonelle Medikamente zum Einsatz.
Hitzewallungen und Schweißausbrüche
- selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (Venlafaxin, Fluoxetin*, Paroxetin*)
- Gamma-Aminobuttersäure (Gabapentin, Cave: NW)
- Clonidin
Urogenitalatrophie
- Gleitmittel bei Scheidentrockenheit und Dyspareunie
- Duloxetin bei Belastungsinkontinenz; falls erfolglos → operative Tx-Optionen
Gemeinsame risikoadaptierte Tx-Entscheidung mit der Pat. nach Leidensdruck und QoL.
* nicht gemeinsam mit Tamoxifen geben (Interaktion)



