Keimzelltumoren
Klinik
Symptomatik: Keine Frühsymptome, Früherkennung durch Selbstuntersuchung des Hodens. Schmerzlose Schwellung eines Hodens ist verdächtig! Nur bei 10 % der Pat. ist eine tumorbedingte Schwellung schmerzhaft!
Befallsmuster: Meist lymphogen, zunächst in ipsilat. retroperiton. Lk in Höhe des Nierenstiels, hämatogen i. d. R. erst nach lymphogener Met. (cave hämatogen: Chorion-Ka.!). Nach skrotaler Vorop. atypisches Befallsmuster mit inguinalen Lk möglich.
Präoperative Diagnostik: Bimanuelle Palpation, Us (auch kontralat. Hoden). Tumormarker (TM) AFP, β-HCG, LDH, beim Seminom fakultativ PLAP (plazentare alk. Phosphatase). Bei unklarer Raumforderung im Mediastinum u/o Retroperitoneum an extragonadalen Keimzelltumor denken → Klärung durch die Bestimmung der o. a. Tumormarker und Biopsie.
Molekularbiologie: 80 % zeigen ein Isochromosom des kurzen Arms von Chromosom 12. Genlocus auf 12p ist an Entstehung von invasiven Keimzelltumoren beteiligt.
Staging:
- Obligat: Us und CT-Abdomen, CT-Thorax.
- Fakultativ: Schädel-CT/MRT (bei Klinik, oder aber hohem β-HCG), Knochenszintigrafie (bei Klinik), PET (nach CTx zur Beurteilung der Vitalität von Resttumoren, insbesondere bei Seminomen).



