Endometriumkarzinom
Klinik
Symptomatik: Frühsymptom ist die postmenopausale Blutung. Bereits im Stadium T1 wird dadurch in 75 % der Fälle die Diagnose gestellt. Jede suspekte vaginale Blutung jenseits des 35. Lebensjahres sollte nicht nur zytologisch abgeklärt, sondern auch durch vaginalen Us sowie durch Hysteroskopie und fraktionierte Abrasio untersucht werden. Die Vaginalsonografie bietet eine gute Möglichkeit für ein Ka.-Screening bei der asymptomatischen postmenopausalen Frau mit Risikofaktoren (s. o.). Als Schwellenwert ist eine Endometriumdicke von > 5 mm angegeben. Ein generelles Screening kann nicht empfohlen werden. Eine Mortalitätsverminderung durch Screening von Hochrisikopopulationen ist bisher nicht belegt.
Befallsmuster: Endometrium-Ka. wachsen meist langsam, anfangs überwiegend exophytisch in das Cavum uteri, später infiltrativ in das Myometrium. Bei tiefer Infiltration des Myometriums oder undifferenziertem Tumor bis zu 50 % Lk-Met. im Becken und paraaortal. Hämatogene Disseminierung i. d. R. erst spät. Zielorgane: Lunge, Nebennieren, Leber.
Diagnostik: Primärdiagnostik und präop. Staging umfassen die Vaginal- und Abdominal-Us des kleinen Beckens, der Harnabflusswege und der Leber, die Hysteroskopie und die fraktionierte Abrasio mit Grading sowie Östrogen- und Progesteronrezeptor-Analyse des Tumors. Im Einzelfall nützliche Zusatzuntersuchungen: Zysto- und Rektoskopie, Rö-Thorax, MRT des Abdomens (Tumormarker: CEA, CA 12–5 von geringem Nutzen).



