Nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom (NSCLC)
Klinik
Symptomatik: > 90 % der Pat. zum Diagnosezeitpunkt symptomatisch. Unspezifische Symptome (in abnehmender Häufigkeit): trockener Husten (Änderung eines persistierenden Hustens), Gewichtsverlust, Dyspnoe, Thoraxschmerzen, Hämoptysen. Symptome durch Met. und infolge paraneoplastischer Syndrome (bis zu 10 %), z. B. SIADH, Lambert-Eaton-Syndrom, hypertrophe Osteoarthropathie.
Befallsmuster: Fernmet. vor allem in Leber, Knochen, Hirn und Nebennieren, insgesamt seltener als beim kleinzelligen Bronchialkarzinom, jedoch prinzipiell in alle Organe möglich. Fernmet. häufiger bei Adeno-Ka.
Prognosefaktoren: Tumorausbreitung, Performance-Status (PS), prätherapeutischer Gewichtsverlust (≤ 5 %).
Diagnostik: Basisuntersuchungen: Rö-Thoraxorgane in 2 Ebenen; Spiral-CT (mit Kontrastmittel) des Thorax inkl. Oberbauchregion (inkl. Nebennieren); Us-Oberbauch (komplementär zum CT); Bronchoskopie; morphologische Diagnosesicherung.
Erweiterte Diagnostik: Lungenfunktion, Diffusionskapazität, arterielle Blutgase; Spiroergometrie; Lungenperfusionsszintigrafie; zentrale Bedeutung des integrierten PET/CT beim Staging (außerdem beim isolierten Lungenrundherd des Risikopatienten und für die Rezidivdiagnostik). MRT, Mediastinoskopie (MESK), Schädel-MRT, Skelettszintigrafie oder -MRT, Thorakoskopie, ösophagealer/endobronchialer Us, perkutane Lungenbiopsie (CT- oder Us-gesteuert); bei kurativer Tx-Intention: PET/CT plus MRT ZNS (außer Stadium IA) als Standard.
Tumormarker wie SCC, CYFRA, CEA wenig sinnvoll, da wenig spezifisch und von begrenztem Wert in Diagnostik und Nachsorge. Molekulare Diagnostik (K-RAS, EGFR, EML4-ALK etc.) v. a. bei Adeno-Ka. zunehmend wichtig [4]. Perspektive: Autoantikörpermuster, mikro-RNS-Muster (Genchip) [Chen].



