Strahlentherapie
Bestrahlungstechniken
Die RTx kennt 2 grundsätzlich verschiedene Verfahren: 1. bei der Teletherapie (griechisch. tele = fern) wird die Strahlung von außen auf den Körper des Patienten eingestrahlt; 2. bei der Brachytherapie (griechisch: brachys = nah, kurz) befindet sich die Strahlenquelle im Körper selbst als Implantat oder über einen Zugang zu einer Körperhöhle oder direkt an der Körperoberfläche (Moulage).
Für die ionisierende, hochenergetische Strahlung werden vorwiegend Röntgen-, Beta- und Gammastrahlung in Form von Photonen sowie Elektronen verwendet. In den letzten Jahren wurden aber auch Bestrahlungsanlagen zur Behandlung mit Neutronen, Protonen und schweren Ionen (meist Kohlenstoff-Atome) gebaut. Die nicht ionisierenden Strahlen (z. B. Mikrowellen- und Wärmestrahlen, Licht- und UV-Therapie, Ultraschall) gehören nicht zur RTx.
Die modernen RTx-Techniken sind vor allem durch große Fortschritte und Integration von bildgebenden Verfahren (CT, MRT, PET, SPECT etc.) mit verbesserter Tumorabgrenzung und genauer Definition von kritischen Normalgeweben möglich geworden. Die Bewältigung riesiger Datenmengen durch Computer erlaubt heutzutage die computergestützte Bestrahlungsplanung in Verbindung mit der Kontrolle von hoch komplexen modernen Therapiegeräten. Erst dadurch ist die an das definierte Zielvolumen angepasste (konformale) 3-dimensionale RTx mit hoher Dosisverabreichung im Tumor und einem steilen Dosisabfall zum umgebenden Normalgewebe möglich und in den Routinebetrieb eingeführt worden. Parallel dazu werden zahlreiche Sicherheits- und Qualitätskontrollen durchgeführt.



