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Krebstherapieformen - Stammzelltherapie - Durchführung der Transplantation

Stammzelltherapie

Durchführung der Transplantation

 

Erster Abschnitt der Transplantationstherapie ist die Vorbehandlung mit CTx oder RCTx. Diese Konditionierungstherapie dient als HD-Therapie der Tumorkontrolle und führt i .d. R. zur Vernichtung der hämatopoetischen Stammzellen im Empfänger. Bei der allogenen SZT muss zusätzlich zur Vermeidung der Transplantatabstoßung eine Immunsuppression oder Immunablation erreicht werden. 1–2 Tage nach der Konditionierungstherapie erfolgt die Stammzell-/KM-Reinfusion über einen großvolumigen zentralvenösen Katheter. Die Rekonstitution der Hämatopoese wird durch wenige Blutstammzellen erreicht, die morphologisch nicht charakterisiert sind und nur durch funktionelle Tests (colony assays) und den immunologischen Stammzellmarker CD34 definiert werden. Für eine Transplantation benötigt man ca. 2 x 108 kernhaltige Knochenmarkzellen oder 2 x 106 CD34+ periphere Blutstammzellen pro kg KG des Empfängers, entsprechend ca. 1 x 105 CFU-GM (colony forming unit – granulocyte/macrophage). Diese können aus dem KM (Entnahme in Narkose aus den Ossa ilia – ca. 1 l KM-Blut), dem peripheren Blut nach Stimulation durch CTx/Zytokine (Entnahme mittels Zytapherese, Durchflussvolumen ca. 10–20 l) oder postpartal aus dem Nabelschnurblut gewonnen werden. Nach Kryokonservierung mittels DMSO können Stammzellen über längere Zeit in flüssigem Stickstoff gelagert werden.

 

Die periphere Aplasiephase dauert nach myeloablativer Konditionierung zwischen 8 u. 14 d (SZT) und 21 u. 28 d (KMT) und kann durch die Gabe von Wachstumsfaktoren um 1–3 d verkürzt werden. Nach toxizitätsgeminderter Konditionierung und allogener SZT (Mini-Allo-Transplantation) werden kürzere Aplasiephasen beobachtet, bei einigen dieser Verfahren wird eine kritische Leuko- oder Thrombopenie nicht erreicht.