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Krebstherapieformen - Chemotherapie - Tumorwachstum und Angriffspunkte

Chemotherapie

Tumorwachstum und Angriffspunkte

 

Die Geschwindigkeit des Tumorwachstums ergibt sich aus der Zahl der Zellen in der S-Phase, dem Mitoseindex, der Wachstumsfraktion (= alle am Zyklus teilnehmenden Zellen) abzüglich der Absterberate und der Zellzykluszeit.

 

Kinetik und Dosis-Wirkungs-Beziehung der Zytostatika machen es erforderlich, für jede Substanz die optimale Applikationsform (Einwirkzeit, Spitzenspiegel, Verteilung in den verschiedenen Kompartimenten) und Dosierung (Relation Wirkung/Nebenwirkung) zu ermitteln. Die relative Selektivität der Zytostatikatherapie, die in der Bilanz eine überwiegende Schädigung des Tumorgewebes bei möglichst weitgehender Schonung gesunder Zellen zum Ziel hat, wird durch Kombination verschiedener Substanzen erreicht (Fokussierung des Effekts, gegenseitige Potenzierung, Streuung der NW) und ist durch die erhöhte Empfindlichkeit des Tumorgewebes gegenüber den zellschädigenden Einflüssen bedingt.

 

Ein anderer Ansatz ist die sog. „metronomische Therapie“. Dabei werden kleine Zytostatikadosen in häufigen (täglichen) Gaben verabreicht. Dies scheint weniger die Tumorzellen als die versorgenden Gefäße und Stromazellen zu beeinträchtigen. Die Toxizität ist niedrig, die Wirksamkeit ist bei einigen Tumorentitäten außerordenlich hoch (Beispiel: Cyclophosphamid tgl., MTX 2 ´ wöchtl. beim Mammakarzinom).