Impressum Bookmark Kontakt Sitemap
Krebstherapieformen - Chemotherapie - Nebenwirkungen

Chemotherapie

Nebenwirkungen

 

Es ist zu unterscheiden zwischen Kurz- und Langzeit-NW. Erstere haben einen Einfluss bei der palliativen Therapie, weil sie die Lebensqualität bei begrenzter Lebenserwartung negativ beeinflussen. Langzeit-NW – die meisten Zytostatika sind teratogen, mutagen und kanzerogen – sind bei der kurativen Therapie zu vermeiden.

 

Die akuten NW umfassen die Schädigung sämtlicher schnell wachsender Gewebe wie Haar, KM, Mukosa, Gonaden sowie zusätzl. substanzabhängige organspezifische Erscheinungsbilder (Tubulin-Gifte/Nervensystem, Platinderivate/Nierentubuli u. Gehör, Anthrazykline/Herzmuskel usw. siehe hier).

 

Die wichtigsten Spätfolgen liegen in der Induktion einer sekundären Leukämie oder Myelodysplasie (ca. 5–10 Jahre) – insbes. nach Alkylanzien, Epipodophyllotoxin-Derivaten und Interkalatoren. Wesentlich später (15–25 Jahre) treten Zweitkarzinome auf, insbes. bei kombinierter RCTx (M. Hodgkin/Brustkrebstherapie der 1980er Jahre). Nach RCTx des Mediastinums auch vermehrt Koronarsklerose mit Herzinfarkten. Potenziert wird die Situation bei zusätzlicher Noxe (Tabakkonsum).