Chemotherapie
Immuntherapie
Unter dem Begriff verbergen sich sehr unterschiedliche, zum Teil wissenschaftlich bewiesene Tx-Verfahren und zum großen Teil unbewiesene u/o unwirksame Pseudotherapien, die häufig unter der Indikation „Zusatztherapie“ angewendet werden. Aufgeführt werden hier nur die wissenschaftlich anerkannten Formen der ITx.
Aktive Immuntherapie
- Unspezifische Stimulation mit Interferon und/oder Interleukin-2 (Melanom, Hypernephrom). Über Freisetzung von Mediatoren (IL-6 etc.) oder direkt werden Entzündungsreaktionen induziert, die auch gegen bestimmte Tumorzellen gerichtet sein können.
- Spezifische Immunisierung durch Impfung mit autologen oder allogenen Tumorzellen u/o daraus gewonnenen Präparationen sowie Oligopeptiden, die zusammen mit potenten Antigen-präsentierenden Zellen (dendritische Z.) appliziert werden (resultierend in einer T-Zell-Antwort). Diese Methode wird häufig außerhalb von Studien angeboten, ohne dass der Wert dieser teuren Therapie ausreichend bewiesen wurde.
- Spezifische Immunisierung gegen krebsauslösende Noxen: Durch Impfung junger Mädchen vor der Geschlechtsreife (d. h. vor der ersten potenziellen Infektion) mit gegen humane Papillomaviren gerichteten Impfstoffen (Gardasil, Cervarix) kann das spätere Auftreten eines Zervix-Ka. in 70 % verhindert werden. Die Wirksamkeit von Impfungen gegen humane Papillomaviren zur Prophylaxe bei Oropharynx- und Analkarzinomen wird diskutiert. [1]
Passive Immuntherapie
Gabe von tumorzellzerstörenden Lymphozyten, die in vivo oder in vitro expandiert wurden (LAK – lymphokinaktivierende Killerzellen; TIL – tumorinfiltrierende Lymphozyten, rezeptormodifizierte Lymphozyten bei der CLL) [2].



