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Hämoblastosen - Multiples Myelom (MM, Plasmozytom) - Therapie & Nachsorge

Multiples Myelom (MM, Plasmozytom)

Therapie

 

Behandlungsgrundsätze: Indikation zur CTx/SZT bei Endorganschäden durch das symptomatische MM (entspr. Stadium II mit PD sowie Stadium III nach Durie und Salmon). Cave: Keine zytostatische Tx der MGUS oder des smouldering MM. Spez. Tx-Optionen s. u.


 

Chemotherapie

Neue Substanzen


 

Strahlentherapie

 

  • Solitäre Plasmozytome: in kurativer Intention, extramedullär mindestens 50 Gy, medullär 40–50 Gy
  • Multiples Myelom: in palliativer Intention bei schmerzhaften oder fraktur-gefährdeten Knochendestruktionen

 

Operative Therapie

 

Solitäre Plasmozytome können kurativ reseziert werden, meist zusätzlich RTx. Am Skelettsystem prophylaktisch zur Stabilisierung oder nach pathologischer Fraktur, zusätzlich RTx empfohlen.

 

Symptomatische Tx

 

Konsequente Schmerz-Tx! Bei Hyperkalzämie forcierte Diurese, Kortikosteroide, Bisphosphonate und rascher Beginn der CTx, meist plus Bortezomib. Plasmapherese bei ausgeprägtem Hyperviskositäts-Syndrom. Dialyse bei terminaler Niereninsuffizienz. Immunglobulin-Substitution bei gehäuften Infektionen. Erythropoietin, Bortezomib oder Lenalidomid bei myelombedingter Anämie nur während der CTx.


 

Verlaufskontrolle

 

Individuell im Rahmen der hämatologischen Überwachung (BB, Kreatinin, Kalzium, Ges.-Eiweiß, Immunglobuline, M-Gradient, Free-lite™-Test zur Bestimmung von freien Leichtketten (LK) im Serum, LK-Ausscheidung und Albumin im 24-h-Sammelurin, Rö-Skelettstatus oder CT, evtl. KM-Zytologie oder -Histologie).


 

Prognose

 

mÜLZ 48–60 Monate (altersabhängig) Monate, auch durch allogene oder autologe SZT ist eine Heilung bisher selten. Schlechtere Prognose bei hoher Tumorlast, gering differenzierten Plasmazellen, erhöhtem CRP (Infektion ausschließen) u/o β2-Mikroglobulin, erniedrigtem Albumin, Thrombozytopenie, hohem Lebensalter, abhängig auch von Komplikationen und Zweiterkrankungen. Sonderform „smouldering MM“ mit jahrelanger geringer oder fehlender Progredienz.