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Hämoblastosen - B- und T-Zell-Lymphome (NHL) - Klinik & Diagnostik

B- und T-Zell-Lymphome (NHL)

Klinik

 

Diagnostik

 

Histologie: Diagnose eines malignen Lymphoms durch Lk-Exzision, seltener durch Organbiopsien (KM, Milz, Leber, GIT); nur mit Einschränkung möglich durch Stanzbiopsate. Ein Lk, der länger als 4 Wo. vergrößert ist und anderweitig nicht erklärt werden kann, sollte exzidiert werden.

 

Anamnese unter besonderer Berücksichtigung allgemeiner Krankheitszeichen: B-Symptome (s. u.), Juckreiz, lokale od. diffuse Schmerzen, Wachstumsdynamik der Lymphome.

 

Körperliche Untersuchung: Vergrößerte Lk in allen Regionen (einschl. der Ellenbeugen- und Knieregion) möglich, HNO-ärztliche Untersuchung.

 

Labor: BSG, großes BB, Basislabor (LDH!, Harnsäure), Serum- und evtl. Urinelektrophorese (bei Proteinurie oder Bence-Jones-Protein), Immunelektrophorese mit Immunfixation, ggf. Bestimmung der freien Leichtketten im Serum, b2-Mikroglobulin im Serum.

 

Apparative Untersuchungen: Rö-Thorax in 2 Ebenen, CT-Thorax und Abdomen, Us von Hals und Abdomen; bei Bedarf: Skelettszintigrafie, MRT-Hals. Die diagnostische und therapeutische Wertigkeit des PET bzw. PET-CT ist nur für das Hodgkin-Lymphom geklärt, sie wird für initiales Staging und Bewertung des Therapieansprechens im Interim- und Abschlussstaging eingesetzt. Eine regelmäßige PET-Untersuchung in der Nachsorge ist ohne nachgewiesenen Nutzen. Die Untersuchung ist z. Zt. noch keine Kassenleistung, wird nur in Studien erstattet.

 

Invasive Untersuchungen: KM-Zytologie und -Histologie, Liquorzytologie (obligat bei lymphoblastischen Lymphomen, bei DLBCL wenn alle folgenden Parameter vorhanden sind: LDH > Norm, > 1 extranodaler Befall, ECOG > 1; immer bei primären Hodenlymphomen und bei klin. Symptomatik), evtl. Leberbiopsie bei unklaren Enzymerhöhungen. Bei klinischem Verdacht auf gastrointestinalen Lymphombefall Gastro-/Koloskopie. Bei primären Hodenlymphomen und Liquorbefall: MRT-Schädel.

 

Staging: Staging-Untersuchungen außerhalb von Studien werden nur so weit ausgedehnt, wie sie therapeutisch relevant sind.


 

Zu folgenden Subtypen existieren eigene Seiten:


Aggressive B- und T-Zell-Lymphome
Indolente (reife) B- und T-Zell-Lymphome