Indolente (reife) B- und T-Zell-Lymphome
Vorbemerkung
Diese Lymphome manifestieren sich überwiegend im generalisierten Stadium.
Die chronische Lymphozytenleukämie vom B-Zell-Typ (F B-CLL) und die kleinzelligen lymphozytischen Lymphome sind i. d. R. generalisiert; lokalisierte Stadien sind eine Rarität. Im Allgemeinen Stadium IV mit KM-Befall und leukämischer Ausschwemmung = CLL und deren Sonderformen.
Lymphoplasmozytische Lymphome manifestieren sich ebenfalls selten lokalisiert (nodal, splenomegal, GIT, HNO). Leukämische Verlaufsformen kommen vor und sind im BB von der CLL nicht zu unterscheiden (Immunzytologie und Lk-Histologie).
Eine Sonderform des lymphoplasmozytischen Lymphoms ist der Morbus Waldenström, charakterisiert durch eine monoklonale IgM-Paraproteinämie und dadurch bedingte Komplikationen (Hyperviskositätssyndrom, Polyneuropathie u.w.). Hier kann eine Plasmapherese indiziert sein. Die CTx unterscheidet sich nicht von der anderer indolenter Lymphome.
Follikuläre Lymphome nach dem Anteil der Zentroblasten unterteilt:
Grad 1: 0–5 %, Grad 2: 6–15 %, Grad 3a: >15 %, Grad 3b: 100 %.
Grad 1 und 2 ist durch seine besondere Strahlenempfindlichkeit gekennzeichnet. Neben der B-CLL beste Prognose. Aufgrund der kurativen Möglichkeit der RTx in den limitierten Stadien eingehende Staginguntersuchung. Das follikuläre Lymphom Grad 3a und 3b ist ein aggressives Lymphom und wird wie ein solches behandelt.
Das Mantelzell-Lymphom: im Vergleich zu den anderen indolenten Lymphomen ungünstige Prognose. Es spricht nur unzureichend auf eine CTx an, ist i. d. R. rasch progredient mit mittlerer Überlebenswahrscheinlichkeit von 3–4 Jahren.
Das nodale Marginalzonen-B-Zell-Lymphom wird wie die übrigen indolenten Lymphome behandelt; beim Marginalzonen-Lymphom der Milz kann die Splenektomie zu lang dauernder Remission führen.



