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Hämoblastosen - B- und T-Zell-Lymphome (NHL) -
Aggressive B- und T-Zell-Lymphome - Vorbemerkung

Aggressive B- und T-Zell-Lymphome

Vorbemerkung

 

Aggressive Lymphome (Synonym: hochmaligne NHL) wachsen rasch und sind (deswegen) prinzipiell heilbar. Histologisch umfassen diese nach der WHO-Klassifikation Prä- und Post-Keimzentrumslymphome und Vorläuferzell-Lymphome; 85 % sind B-, 15 % T-Zell-Lymphome. Das diffuse großzellige B-Zell-Lymphom (DLCL-B) ist mit ca. 30 % das häufigste Non-Hodgkin-Lymphom und umfasst u. a. die zentro- und immunoblastischen Lymphome der Kiel-Klassifikation.

 

Voraussetzung für eine Heilung ist das Erreichen einer CR in möglichst kurzer Zeit durch eine erfolgreiche Primär-Tx. Ca. 90 % der Pat. erreichen eine CR, von diesen wird mehr als die Hälfte geheilt. Rezidive > 3 Jahre nach Erreichen einer CR sind selten. Die Intensität der grundsätzlich kurativ ausgerichteten Tx richtet sich nach den Risikofaktoren des IPI (Internationaler prognostischer Index). Weitere, im IPI (s. u.) nicht berücksichtigte Risikofaktoren: „bulky disease“ (> 7,5 cm), zyto- und molekulargenetische Merkmale des Lymphoms, z. B. Unterscheidung von Keimzentrums-Typ (GCB) und aktiviertem B-Zell-Typ (ABC); daher ist in Studien die Frischmaterial-Asservation mit Genetik obligat.

 

Über die Hälfte der Pat. ist älter als 60 Jahre. Eine verminderte therapeutische Belastbarkeit kann vorliegen bei höherem Lebensalter, Begleiterkrankungen/reduziertem Allgemeinzustand (nicht tumorbedingt!), Non-Compliance.