Akute myeloische Leukämie (AML)
Therapie
Therapiegrundsätze
- Einteilung der Pat. nach Risikofaktoren in 3 Risikogruppen mit entsprechend angepasster Tx.
- Intensive CTx, bestehend aus Induktion/Doppelinduktion, Konsolidierung/intensivierter Kons. oder Erhaltungs-Tx im Rahmen eines Studienprotokolls.
- SZT: periphere Blut-SZ, KM
- Rezidiv-Tx: siehe Studienprotokolle. Alternativ bei schlechtem AZ, Alter etc.: NW-ärmere, blastenreduzierende Schemata u/o supportive Tx.
Chemotherapie
Zur Beachtung! Die folgenden Ausführungen und Protokollauszüge dienen nur der schnellen Orientierung, sie ersetzen kein Studienprotokoll! Kontaktadressen s. u.
AML-Risiko-Score: bezieht sich auf die erwartete Remissionswahrscheinlichkeit und das Risiko für einen Frühtodesfall.
Intergroup Therapieprotokoll bei Pat. bis 60 Jahre (für Pat. > 60 Jahre s. u.)
Im Rahmen des Kompetenznetzes akute und chronische Leukämien ist ein Standard-Tx-Protokoll definiert, das als Referenzarm für alle Studien dient.
Akute Promyelozyten-Leukämie (APL) ![]()
Nachsorge
Im Rahmen der Studien, durch Hämatologen/Onkologen alle 3 Monate.
Prognose
Im Gesamtkollektiv der AMLs beim Erwachsenen CR im Rahmen der Primärtherapie um 70 %, anhaltende CR von mehr als 5 Jahren und damit mögliche Heilung bei etwa 30 %. Nach allogener SZT (mit Familienspender) in erster CR krankheitsfreie ÜLR von 50 %. Der endgültige Stellenwert der autologen SZT steht noch nicht fest. Günstigere Prognose bei t(8;21) und inv(16). APL: Mit der Kombination von ATRA und CTx der letzten Jahre sind mehrjährige CR (= mögliche Heilung) in 70–80 % erzielt worden. Ob die zusätzliche Tx mit Arsentrioxid – ggf. ohne CTx – die Prognose verbessert, wird derzeit geprüft.



