Akute lymphatische Leukämie (ALL)
Klinik
Befallsmuster: KM, Lk, Milz/Leber, Tonsillen, Testes, ZNS; Sonderformen: tumorförmig im Mediastinal- (Thymus) oder Abdominalraum; selten Haut, Auge.
Diagnostik: Zellmorphologie (KM und BB), Zytochemie, Immunzytologie zur Subtypisierung, selten Histologie.
Aus therapeutischen und prognostischen Gründen ist eine Immunphänotypisierung zwingend erforderlich – EGIL-Klassifikation (European Group for the Immunological Characterization of Leukemias).
Molekulargenetik und Zytogenetik zur Abklärung einer Hochrisiko-Konstellation (t(9;22), 11q23-Aberration, komplexer Karyotyp).
Untersuchung der individuellen TCR/Ig-H-Rearrangements als Initialbefund und im Verlauf zur Beurteilung der minimalen Resterkrankung (MRD).
Zytologische Liquoruntersuchung obligat! Beachte: Bei hohen peripheren Blastenzahlen oder Blutungsgefahr keine Liquorpunktion bei Diagnosestellung.
Frühe HLA-Typisierung des Empfängers und möglicher Spender.
CT Thorax bei T-ALL.
Differenzialdiagnose: AML, leukämische NHL, Mononukleose, akute infektiöse Lymphozytose, Lymphozytose bei Infektion, CML im Blastenschub.



