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Supportive Therapie - Schmerztherapie - Medikamentöse Schmerztherapie

Schmerztherapie

Medikamentöse Schmerztherapie

 

Bei chronischen tumorassoziierten Schmerzen Analgetika stets in pharmakologisch sinnvollen Abständen (nach der Uhr) und den individuellen Bedürfnissen des Pat. angepasst applizieren. Der Pat. sollte eine genaue schriftliche Anweisung mit eingetragenen Uhrzeiten zur Medikamenteneinnahme, einer analgetischen Bedarfsmedikation und der adjuvanten Medikation erhalten. Die Führung eines Schmerztagebuches (z. B. über Fa. Mundipharma etc. erhältlich) durch den Pat. ist grundlegende Voraussetzung für eine optimale Anpassung der Medikation an eine evtl. Progredienz des Leidens. Auch die erforderl. Anpassung der Medikation beim Übergang vom klinischen Aufenthalt in die häusl. Umgebung kann nur bei ausreichender Führung eines Schmerztagebuches bewerkstelligt werden.

 

Wichtig: Schmerz ist nur eingeschränkt objektivierbar. Schmerz ist immer mehrdimensional und bedarf in der Behandlung immer eines multifaktoriellen, individuellen Ansatzes!

 

Durchführung: Medikation sollte gemäß WHO-Richtlinien unter Berücksichtigung der Schmerzstärke und Dauer nach einem Stufenplan erfolgen. Enterale Applikation ist anzustreben. Bei Schluckstörungen, Erbrechen u/o Diarrhö auch parenteral kontinuierlich (Pumpe/Infusion entweder subkutan, intravenös, peridural/-intrathekal oder als transdermales therapeutisches System (TTS, z. B. Fentanyl-Pflaster)) bzw. über PEG.

 

Wichtig: Kombination zweier Opioide nicht sinnvoll. Opioid-Tx immer mit Laxans und anfangs mit Antiemetikum.

 

Auswahl der WHO-Stufe zu Beginn der Schmerz-Tx muss sich nach Dauer, Art und Stärke des Schmerzes richten.