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Supportive Therapie - Therapie der Anämie - Vorgehen

Therapie der Anämie

Vorgehen bei Anämie

 

Die Anämie, definiert als Hämoglobin (Hb)-Abfall unter 12 g/dl, sollte immer abgeklärt werden.

 

Diagnostik der Anämie

 

Eine wirksame Behandlung der Anämie setzt eine sichere Diagnostik möglicher Ursachen voraus. Diese können sein: Absoluter Eisenmangel, chronische Blutung, Holo-TC- (Vitamin B12) und Folsäuremangel, Hämolyse, Nierenfunktionsstörung, hämatologische Systemerkrankung, eisenrestringierte Hämatopoese bei chronischer Erkrankung wie Neoplasie, chronischer Entzündung, Infektion.

 

Labordiagnostik

 

BB (MCV, MCH, Retikulozytenzahl, Differenzialblutbild), hypochrome Erythrozyten, Retikulozyten-Hb, Nierenfunktionsparameter, Eisenstatus (Serum-Eisen, Ferritin, Transferrinsättigung), Entzündungsparameter, Hämoccult-Test, ggf. Erythropoetinspiegel, ggf. Coombs-Test, Blutgruppe.

 

Laborbefunde bei ACD

 

Blutbild: normochrom, normozytär oder hypochrom, mikrozytär (MCV, MCH normal bis erniedrigt) mit Anisozytose und Poikilozytose, Retikulozytenzahl normal oder vermindert; häufig Hypochromie der Retikulo- und Erythrozyten.

 

Klinische Chemie: Ferritin (erhöht), Serumtransferrin-Sättigung (normal/vermindert), BSG, Fibrinogen, CRP und Haptoglobin. Das Serum-Erythropoetin ist zwar erhöht, aber in Relation zum Ausmaß der Anämie nicht ausreichend angestiegen (relativer EPO-Mangel).