Beurteilung des Therapieerfolges
In zunehmendem Maße werden Pat. in kontrollierten Studien behandelt bei denen die Überlebenszeit als langfristiger und härtester Parameter gilt. Daneben werden aber auch Remissionsgrad (CR/PR/NC/PD), krankheitsfreies oder progressionsfreies Überleben oder Intervall (DFS/PFS oder DFI/PFI) als kürzer und schneller zu evaluierender Parameter zur Erfolgskontrolle genutzt. Die objektivierbare Beurteilung eines Therapieerfolges oder -misserfolges ist daher absolute Voraussetzung und wird heute weitgehend analog zu den Recist-1.1-Kriterien durchgeführt: www.eortc.be/recist/documents/RECISTGuidelines.pdf (Text) oder www.iconplc.com/icon-files/docs/IMI%20Brochures/2010/Recist-Book-1-1-handout.pdf (Dia-Präsentation).
| Recist-1.1-Kriterien (Modifiziert nach RadPharm) | |
Messbare |
max. 5 Läsionen, (≤ 2 pro Organ), die zu Beginn und im Verlauf unter Tx auszumessen sind; es werden die Target-Läsionen ausgewählt, die gut kontrollierbar sind |
Messung |
Addition der längsten Durchmesser (LD) für extranodale und der kurzen Durchm. (KD) für nodale Läsionen wird über den Beobachtungszeitraum verfolgt |
Minimale Größe |
extranodale Läsionen: ≥ 10 mm in LD und 2 CT-Schichtdicke |
Nicht messbare L. |
< 10 mm; leptomenigealer Befall, Aszites, Pleura- oder Perikard-erguss, inflammatorisches Mamma-Ka., Lymphangiosis, Tumorherde/Organvergrößerungen durch klin. Unterschung |
Lymphknoten-Met. |
Lk sind als pathologisch vergrößert anzusehen bei ≥ 10 mm im KD, als messbarer Parameter ≥ 15 mm |
Knochen-Met. |
lytisch oder gemischt lytisch/blastische Knochenherde mit Weichteilkomponente im CT/MRT ≥ 10 mm; osteoblastische Herde und Knochenmet. im Szintigr., PET o. konv. Rö gelten als nicht messbar |
Zystische Herde |
Läsionen, die radiologisch als einfache Zyste charakterisiert werden, gelten als nicht maligne; radiologisch eindeutig zystische Met. ≥ 10 mm können akzeptiert werden, jedoch sind nicht zystische Läsionen vorzuziehen |
Met. in |
Met. in vorbestrahlten oder anderweitig behandelten Körperregionen gelten als nicht messbar, es sei denn, es ist ein Progress dieser Läsion vor Tx-Beginn dokumentiert |
Zu klein für |
wenn eine Targetläsion zu klein zum Ausmessen ist, wird 5 mm angegeben, bei Verschwinden 0 mm |
Konfluierende |
wenn extranodale Herde konfluieren, wird der Gesamtdurchmesser gemessen, wenn sie fragmentieren, werden alle LD der einzelnen Fragmente addiert |
Komplette |
Verschwinden aller extranodalen Herde, alle Lk sind im KD < 10 mm, Tumormarker sind im Normbereich |
Partielle |
Rückgang der Summe aller Herde (LD für extranodale , KD für nodale Met.) um ≥ 30 % |
Stable Disease |
Rückgang um < 30 % und keine Zunahme > 20 % |
Progression (PD) |
Zunahme der SD/KD um ≥ 20 % und ≥ 5 mm absolut gegenüber dem besten Resultat (zu Tx-Beginn oder während des Verlaufes); Nachweis neuer Met. |
Neue Herde |
neue Herde müssen eindeutig u. nicht durch unterschiedl. Methodik nachgewiesen werden; kurzfristige Kontrolluntersuchung, bei Bestätigung gilt das 1. Untersuchungsdatum als Zeitpunkt der PD |
FDG-PET |
neue Herde können durch ein FDG-PET dokumentiert werden: (–) PET zu Beginn und (+) PET im Verlauf ist ein PD durch neue Herde; |
Wiederauftreten vorbekannter |
Pat. mit SD/PR: erneuter Nachweis eines vorbekannten, zwischenzeitl. nicht mehr nachweisbaren Herdes Æ Addition der SD/KD |
Gesamtansprechen |
Gesamtansprechen bezieht sich auf Target-, Nichttarget-Herde, neue Läsionen bei messbarer Erkrankung oder auf Nichttarget-Herde und neue Läsionen bei primär nicht messbarer Erkrankung |
Überprüfung des Ansprechens |
Überprüfung von PR/CR in nicht randomisierten Studien, bei denen das Ansprechen ein prim. Endpunkt ist, außerhalb von Studien im Rahmen der normalen Kontrolluntersuchungen. |
- Eisenhauer EA et al: New response evaluation criteria in solid tumours: Revised RECIST guideline (version 1.1). Eur J Cancer 2009; 45: 228‑247



